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Stiftung Meraggia

Nachdem Anfang Fünfzigerjahre der Vegetarier H. Brunner das ehemalige Maiensäss Meraggia (sprich ''meradscha'') wiederbelebte und Obstbäume pflanzte, wurde 1978 aus den Reihen der Schweizer Waerland-Bewegung eine Stiftung gegründet mit dem Zweck, Vegetariern und reformbewussten Menschen eine günstige Ferienmöglichkeit zu bieten.

Im heimeligen Rustico und im "Stöckli" finden bis zu 20 Personen Platz. Es kann von Einzelpersonen, Gruppen, Familien und für Kurse genutzt werden. Im Winter ist nur die grosse Wohnküche gut heizbar + das Doppelbett beim Ofen doppelt gemütlich. Früh im Jahr steigen die Temperaturen, erste Blumen erwärmen das Gemüt. Ende März weht ein süsslicher Duft von Narzissen und Glyzinien ums Haus. Die Obstbäume beginnen zu blühen, Anfang Juni reifen schon die ersten Kirschen.

Besser, mensch plant die Wanderferien früh oder spät, auch durch den Winter ist es oft sonnig und trocken. Im Sommer kann es heiss werden und die Fernsicht ist weniger klar. Aber ob Freilanddusche, der kühlende Bach nebenan, im Liegestuhl am Schatten oder doch lieber an der Sonne: jede/r wird sich zu helfen wissen. Genauso in der Selbstversorgerküche; sie ist ausgerüstet für viele Geschmäcker (vom besten Olivenöl über falschen oder echten Kaffee bis zu Körnern und Nüssen, et cetera, et cetera - die Flockenquetsche ist auch da). Das Verbrauchte wird notiert und am Ende verrechnet. Es kann mit Holz oder Gas gekocht werden - falls nötig, in Anbetracht der vorhandenen Gesundheitsbücher und viel frischen Früchten. Sogar Feigen reifen im September, bis anschliessend die Marronisammler/innen das Feld zu räumen versuchen (unmöglich!).

Im November werden Kaki und Kiwi geerntet, Hauswart Giorgi liefert sie per Post oder direkt auf Deutsch-Schweiz-Tour (auch Marroni). Weiter erwähnenswert: Meraggia hat 12 V-Solarstrom (Licht, Telefon). Wander- oder Ausflugsvorschläge und benötigte Karten liegen bereit. Für Regentage sind Gitarre, Spiele, Farbstifte und viele interessante Bücher vorhanden. Wissenswert ist aber auch: Die sanitären Einrichtungen sind einfach aber zweckdienlich (mit Warmwasser). Oft hörbar ist der Verkehr vom 1 km entfernten und 200 m tiefer liegenden Tal. Falls möglich sollte Schlafsack oder Schlupf-Leintuch mitgebracht werden. Taschenlampe nicht vergessen.

Mit Zug bis Lugano gelbes Postauto Richtung Tesserete bis Haltestelle Sala Capriasca (+35 Minuten zu Fuss)
oder blauer Bus ARL bis Tesserete (+45 Minuten zu Fuss)
Mit Auto: Autobahn N2 Ausfahrt Rivera, Richtung Lugano in Taverne Richtung Tesserete / Valcolla oder Ausfahrt Lugano-Nord, Richtung Bellinzona in Taverne Richtung Tesserete / Valcolla